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Samstag, 14.01.2012, 09:31

Eine schöne, entspannte Zeit wünsch ich euch.

1400 Tage sind vorerst genug.

DANKE!!!!!!!!

Eure Reaktionen, Kommentare zu meinen Stories haben auch meine Seele gewärmt, mein Leben mitverändert.

DANKE!!!!!!!

bussis


Donnerstag, 12.01.2012, 08:58

Das Problem

mit dem Kritisieren ist,

dass derjenige,

der bei anderen

Fehler findet,

keineswegs ein glücklicher

Mensch ist,

selbst nachdem

er seine Aufgabe

erfolgreich

erfüllt hat.


Mittwoch, 04.01.2012, 08:07

Der Alltag in einer langen Ehe verläuft nicht anders als der in einer jungen Beziehung.
Die Gründe der Auseinandersetzungen verändern sich nicht wesentlich.
Verändern, verändern kann sich nur der Mensch selbst.

Natürlich bin ich mit Leon, auch er mit mir, nicht immer einer Meinung. Die Jahre haben uns eines gelehrt. Streitkultur und Zuhören!

Wen interessieren die Streitigkeiten in meiner Beziehung?

Dass die Fadesse durch meine Stories ausbricht, glaube ich so nicht.

Ganz im Gegenteil. Die Gefühle einer erwachsenen Frau, die vieles erlebt, einige Klippen umschifft hat, sind von Interesse in diesem Blog.

Meine Gefühle zu Leon und zu meiner Familie sind nicht im Reich der Fantasie anzusiedeln, auch kein Wunschdenken.

Mein Wunsch ist, dass die vielen Frauen hier im Blog,die sich tagtäglich abrackern, an sich und ihren Fähigkeiten bezüglich Partnerschaft und Familie, zweifeln, ja verzweifeln wollen, erfahren, dass eine Liebe und Familie gelingen können, dass die Zweifel und vielleicht auch Scheitern keine Schande sind, dass man seinen Mann ein Leben lang lieben kann.

Dass es kein Märchen ist, von ein und demselben Mann über Jahrzehnte geliebt zu werden.

Liebe Magda!

Ich weiß echt nicht was du von mir willst. Wenn du Dreigroschenromane nicht lesen willst, dann öffne diese Seite nicht.
Es tut mir leid, dass ein verliebtes Ehepaar, dass füreinander dasein will und kann, für dich ins Reich der Fantasie gehören, dass Zuneigung und Wärme dich derartig inrage bringen. Macht aber nichts, du weißt ja nicht was du versäumst. Ich bin auch nicht beleidigt, auch nicht hinterrücks. Ich werde deine stories weiterlesen.

Liebe Flower, Mariechen, Minimausal, Cora 4711!

Ich danke euch für euren Einsatz, für eure Mühe.
Danke, dass ihr mich in Schutz nehmen wollt.
Frauenfreundschaft, sei sie auch nur virtuell, sie lebt!

Danke!

bussis


Dienstag, 27.12.2011, 11:37

RUHIG IST´S im Haus. Der Christbaum im Wohnzimmer, vom Sonnenlicht eingehüllt, wirkt, ohne Geschenkspackerl, ohne Familie samt ihrem Betriebslärm, beinahe fehl am Platz, als hätte er den falschen Zeitpunkt für seinen Glanz und Glimmer gewählt. Die durch das gekippten Fenster einströhmende Luft, sonnenwarm ist sie, lässt die zarten Engerl fröhlich, unternehmungslustig hin und her wippen. Blitzblau guckt der Himmel durchs Fenster, gezählte 16 Tauben sitzen aufgeplustert, kugelrund, Flügel an Flügel, hoch auf dem First des Nachbarhauses. So gar nicht besinnlich, weihnachtlich ist die Energie, weder im Haus noch im Garten.
Ich lehne mich geschafft an den Kachelofen, der vom gestrigen Feuer noch Wärme, ein Fuzerl bloß, abgeben mag. Mit der Wärme der Sonne im Gesicht, der des Kachelofens im Rücken beginnen sich Geist und Körper wiederzufinden.
Unsere Brut hat ihr Nest wieder , mit Sack und "Weihnachts"pack verlassen, uns Alten ermattet, glücklich über die wiedergewonnene "Freiheit" zurückgelassen.
Weihnachten mit allen Sinnen er-leben, er-feiern fordert viel Durchhaltevermögen, in jeder Hinsicht.

"Bist traurig?"

Leons Stimme klingt besorgt.

"Nein! Wüsste keinen Grund."

"Wirklich nicht?"

Seine Hände gleiten sanft über mein Haar, machen Halt bei meinem Mund, streichen zärtlich meine Lippen.

"Es war ein wunderbares Fest. Die Kinder sind glücklich und zufrieden von dannen gezogen. Mehr konntest nicht tun!"

Seine Hände liegen mittlerweile auf meinen Schultern.

"Du auch nicht!"

Leon ist ein ganz besonderer Vater, selbst für seine erwachsenen Söhne. Ohne seine Hilfe, seiner Unterstützung und seinen Kochkünsten, wäre unsere Familie nicht die, die sie ist. Leon bekocht seine Söhne zu jeder Tages- und Nachtzeit, wenn "gefordert", werkelt in der Küche stundenlang, um sie "futternd" am Küchentisch zu haben, um sich lautstark mit ihnen "streiten" zu können.

Er liebt sie aufrichtig mit all ihren Stärken und Schwächen, bewundert ihr "Erwachsensein".

Ich lehne meinen Kopf an Leon´s Brust, schlinge meine Arme um seinen Körper.
Ich liebe ihn, auch weil er unsere Kinder liebt, weil er sie als "Das Beste was uns in unserem Leben gelungen ist" bezeichnet.

Ich bin nicht ganz seiner Meinung. Das Beste in unserem Leben ist unsere Liebe.


Donnerstag, 01.12.2011, 11:13

NEIN!! DANKE!!!

3 Monate lang ist Leon ohne Job....... in Pension.

Einen Moment bloß, gemessen an 492 Monaten als Lehrer.

Meine Angst, dass Leon mit dem Job auch seinen Selbstwert an den Nagel hängen wird, war unbegründet, richtiggehend lächerlich, wie sich nach kürzester Zeit herausstellte.

Mit Leib und Seele Lehrer und trotzdem kein Lehrer. Ein Widerspruch? Nein! Leon kann gut mit Kindern. Er biedert sich nicht an, belehrt nicht, ist nicht besonders freundlich, gleichbleibend aufmerksam und respektvoll, ja das ist er, selbst mit den jüngsten Kindern.

Kinder leiten und führen, sie begeistern und motivieren sind Leon "angeboren".

Leon ohne Schule, ohne Schüler, ein kaum vorstellbarer Umstand, für mich und seine Familie.

Selten so getäuscht!

Leon räumte seinen Schreibtisch und Spind in der Schule. Entsorgte oder verschenkte Vorbereitungen und Papierkram jeglicher Art. Zuhause ordnete er unser Büro. Vernichtete alte Bücher und Schriften, löschte manche Datei, verstaute seine Ledertasche, die ihn viele Jahre begleitete im Schuhschrank mit der Absicht, sie nie wieder in die Hand zu nehmen.

Als allerletzten Akt gab er noch ein großes Abschiedsfest in seiner Schule, ließ sich feiern und bewundern.

Das liegt jetzt drei Monate zurück.

Leon, der Pensionist sieht immer noch wie Leon, der Lehrer aus. Die innere Wandlung ist erstaunlich schnell , lautlosvor sich gegangen.

Gelassen und heiter verbringt er seine, unsere Tage.
Das befürchtete Gefühl der Nutzlosigkeit hat keine Chance.

Er kümmert sich, liest, bastelt, kocht, sportelt was das Zeug hält, umsorgt mich, nimmt mir viele Termine und auch Troubles ab.

Eine Art Flitterwocheneffekt ist eingetreten. Zeit ist nicht mehr das Objekt seiner Begierde. Wir verbringen viel Zeit miteinander. Es ist als ob wir uns in einem neuen, anderen Leben neu "erfinden" dürften.

Leon ist ein Anderer seit der Druck der Schule nicht mehr Teil unseres Alltags ist.


Freitag, 25.11.2011, 11:23

befallen mich in der Vorweihnachtszeit Geschmacksverwirrung und ein unerklärlicher Hang zur Übertreibung. Leon´s Versuche meine Behübschungsfreude zu zügeln, scheitern, müssen zwangsläufig, weil unsere Söhne, in seltener Eintracht, Weihnachten ihrer Kindheit mit geschmücktem Haus und Vorgarten verbinden, dieses Gefühl der Vorfreude auch als Erwachsene nicht missen wollen, mich und meinen Gestaltungswillen tatkräftig, eigentlich nur "wortkräftig", unterstützen.

Ungezählte Engerl, Kugeln, Sterne, Kerzen, Düfte, Krippenfiguren machen sich auf Regalen und Kisten in unserem Keller breit, dämmern ein ganzes Jahr lang unbeachtet, sorgsam in Zeitungs- und Seidenpapier gewickelt, ihrem großen Auftritt entgegen.
Wenn der Dezember mit Riesenschritten naht, im Radio die ersten Weihnachtslieder nicht mehr zu überhören sind, die Weihnachtsmärkte und Punschstandln ihre Türen und Tore geöffnet haben, die Beleuchtungen die Straßen erstrahlen lassen, beginne ich regelmäßig unruhig zu werden, ob unserer ungeschmückten Räume. Leon´s mitleidiges Lächeln großzügig übersehend, schleppe ich Kisten und Schachteln vom Keller ins Vorzimmer um sie mit kindlicher Freude, begleitet von Bewunderungsrufen, von Papier und Staub zu befreien, jedes einzelne Stück streichelnd, auf dem Fliesenboden sitzend, vor mir auszubreiten.

Viele dieser "Kostbarkeiten" schmücken unser Heim seit Jahrzehnten, lagen schon in den Patschhänden unserer Söhne als sie noch ans Christkind glaubten, es sehnsüchtig erwarteten, als Weihnachtsbäckerei, Kerzenschein, Krippenfiguren und die Geschichte der Heiligen Nacht ihre Augen zum Strahlen, die Vorstellung von vorbeifliegenden Engerln ihre Wangen zum Glühen bringen, ein roter Himmel ihnen als Beweis der Backstube des Christkindes genügen konnten.

Längst schmücken unsere Söhne ihre eigenen Wohnungen, beklagen unerklärliche Anfälle von Geschmacksverwirrung und "Behübschungswut". Ihre gespielte Entrüstung macht mich glücklich, beweist sie doch, dass Leon und ich ihnen nicht nur eine gediegene Ausbildung sondern auch , die für ein glücklichs Leben nötige Herzensbildung mitgeben, vorleben, konnten.

Ein schönes, heimeliges Zuhause in das wir tagtäglich gerne heimkehren, ist der Angelpunkt, die "Brutstätte" des Glücks, des Erfolges, der Liebe.
Für mich auf jeden Fall.

Ich wünsche euch eine glückliche Adventzeit!


Dienstag, 01.11.2011, 18:51

TAUSENDE WASSERTROPFEN fallen warm, fast zärtlich auf Kopf und Schultern, perlen meinen Körper entlang, lassen mich meine Gelenke dehnen und strecken. Ein entspannter, wunderbarer Sonntagmorgen kündigt sich, wie erwartet, an. Der Duft des Duschgels erfüllt das Badezimmer mit Frische und Lebensgeistern.

40 Jahre bin ich heute mit Leon verheiratet.

Unglaubliche 40 Jahre sind seit unserem Ehegelöbnis: In guten wie in schlechten Tagen... vergangen.

Leon schläft eingeringelt in seine Decke, den Polster umarmend, das Gesicht in ihm vergraben, die immer noch blonden Haare verwurschtelt, zuberge stehend, unschuldig wie ein Baby tief und fest. Auf leisen Sohlen, um seinen morgentlichen Schlaf nicht zu stören, hab ich mich aus unserem Schlafzimmer geschlichen um mich ausgiebig zu duschen, die Zeitungen zu holen, mehre Tassen Kaffee zu trinken, diesen Sonntag, wie jeden Sonntag, langsam zu beginnen.
Leon ist im Gegensatz zu mir, ein Langschläfer. Zu Beginn unserer Ehe geriet dieser Umstand immer wieder zum Zankapfel.

Ein glückliches Ehepaar MUSS doch gemeinsam sein Sonntagsfrühstück einnehmen!
Leon quälte sich jahrelang frühmorgens aus dem Bett um mit mir missmutig, wortkarg am Frühstückstisch zu sitzen.
Kein besonders gelungener Start in den freien Tag.
Längst hat sich mir der Genuss des morgentlichen Alleinseins mit späterem gemeinsamen 2. Frühstück erschlossen.
Im Laufe unserer langen Ehe gingen einige von unseren Eltern oder gar von der Gesellschaft übernommenen "Grundregeln" über Bord. Wir schufen uns unsere eigenen Regeln, Grundsätze, Normen, Verhaltensweisen, kümmerten uns nicht um Getratsche oder Kopfschütteln.

Das Haarshampoo zwingt mich meine Augen zu schließen, mir das Wasser übers Gesicht rinnen zu lassen. Als ich meine Augen wieder öffne, lächeln mir zwei blaue Augen, eine wohlbekannte, markante Nase und ein sehr sinnlicher, voller Mund spitzbübisch, als freuten sie sich des Lebens weil ein Streich gelingen will,strahlend entgegen. Die nur einen Spalt geöffnete Duschtür, gibt allein Leon´s Gesicht frei.

" Ich bin´s, dein Frühaufsteher! Darf ich eintreten?"

Meine Antwort erst gar nicht abwartend, öffnet er die Tür vollständig, schlüpft behende wie eh und je, zu mir unter den Wasserstrahl, die Tür wieder hinter sich schließend.

"Kann einen Diener wohl brauchen!"

Seine Arme umfassen mich, streichen mit Schwung mein Haar zurück, um mir den Blick auf sich und seinen Körper freizugeben.

"Guten Morgen mein Engel. Gerne stehe ich zu Diensten!"

"Ja ! Ich spür und sehe deine Dienste!"

Wange an Wange, Körper an Körper, eng umschlungen, Herz an Herz stehen wir in der kleinen Dusche, tausende Wassertropfen fließen unbeirrt, jetzt über zwei Körper, die doch nur einer sind.

"Ich bin verliebt in dich! Vierzig Jahre vermochten das nicht zu ändern!" flüstert Leon in mein Ohr.

"Ich weiß! Ich auch!"

Ich schmiege mich noch enger an seinen warmen, vielversprechenden Körper.

Vierzig weiße Rosen stehen am Frühstückstisch als ich mich setze.