
"WOMAN DAY" eine Erfolgsstory!
Auf allen Seiten nur Gewinner.
Die Verlagsgruppe, weil sie potente Firmen als Werbekunden gewinnen kann.
Die Firmen,weil sie sich über einen der umsatzstärksten Tage freuen dürfen, der jeden Weihnachtsamstag in den Schatten stellt ( meine Vermutung ).
Wir Frauen, weil wir 20 % mehr für unser Geld erhalten.
Eine echte Win-Win-Situation.
Seit Beginn bin ich begeistert dabei. Kein Womanday ohne mir Schuhe oder, und Taschen beim Salamander zu kaufen.
Dieses Mal wollt ich es wissen. Der Flag Ship Store sollt es sein, in der Kärntnerstraße 5.
Tolles Ambiente! Enspannte Kundinnen! Einige wenige Männer sitzen auf Bänken, wartend.
Eine lange Warteschlange an der einzigen Kassa.
Freundliche, beflissene, bemühte Verkäuferinnen laufen, ja, sie arbeiten hart, durch den Raum.
Schachteln werden her und weggetragen, Schuhe ausgepackt, weggepackt, Verkaufsgespräche geführt
Kundinnen willkommen geheißen, effizient bedient und verabschiedet.
Offensichtlich sind sie bestens geschult.
Schnell ist ein Schuh ausgesucht. Meiner Schwester ist die Freude ins Gesicht geschrieben. Sie strahlt! Da macht das lange Warten an der Kassa, die von einem düster dreinblickenden Mann bedient wird, der einzige übrigens, gar nichts aus.
Endlich! Die Karte ins Gerät geschoben. Ein Pieps. Die Tasche in Empfang genommen. Nur noch die Rechnung.
Der Blick meiner Schwester verfinstert sich.
" Das muss ein Irrtum sein. Sie sind um 20 Euro billiger angeschrieben Fast genau um 20 Prozent."
Ohne den Blick von der Kassa zu heben!
"Sie sind teurer geworden!"
"Das kann doch nicht sein!?"
"So was gibt´s!"
Jetzt blickt er meiner Schwester ins Gesicht. Sein Ton ist unangemessen, herablassend.
"Dann will ich sie nicht mehr!"
Sie streckt ihm das Sackerl entgegen.
Er verzieht sein Gesicht zu einer verachtend, mitleidigen Grimasse, nimmt das Sackerl:
"Dann schreib ich ihnen halt eine Gutschrift."
Sein Tonfall lässt keinen Zweifel an der Verachtung für die Kundinn, die ihm jetzt lästige Mehrarbeit aufbürden will.
"Sie stellen sich aber wieder hinten an!"
Das schlägt dem Fass den Boden aus. Meine Schwester will sich doch tatsächlich wieder anstellen.
Jetzt MUSS ich mich einmischen:
"Mein lieber Herr! Wir werden uns nicht hinten anstellen. Sie werden uns das Geld zurückgeben und zwar jetzt, in diesem Augenblick."
"Nein sicher nicht!"
"Doch! "
"Eine Gutschrift ...weil"
Meiner Schwester ist der Auftritt sehr peinlich.
"Ich nehm die Schuhe! Lass uns gehen!"
"Du hast Recht. Es zahlt sich nicht aus! Wir lassen uns den Tag nicht verderben!"
"Behalten sie ihr Geld! Ich werd morgen im Womanblog schreiben!"
Als hätt ich ein Zauberwort benutzt.
"Moment noch ! Ich zahls ihnen aus!"
Eine lange, aufreibende Diskussion um unser Recht!
Er war verpflichtet uns das Geld zurückzugeben, er wusste es, wir auch!
Der Herr an der Kassa, der den "bequemsten" Teil der Arbeit erledigte, war sehr von sich eingenommen, glaubte wohl seinen Kundinnen einen Gefallen zu tun, wenn er für sie kassierte.
Meine Hochtung für die Verkäuferinnen dieses Shops.
Dem Herrn an der Kassa würd ich eine Schulung bei seinen Mitarbeiterinnen vorschlagen.
Der Herr an der Kassa ist der GESCHÄFTSFÜHRER!
Wenn er mit seinen Kundinnen so umspringt, wie behandelt er erst seine Mitarbeiterinnen?
Wir hatten noch einen genussreichen Tag in Wien!
liebe Grüße