dino

Bücher, Bücher, Bücher!!! Beinahe besser als Schuhe?

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Dino

Ein ganzes Leben nur Fassade....boah....... kate kamado,2010.09.02, 21:49

hallo dino

ich wünsch dir einen schönen s... paintinggirl,2010.09.02, 20:44

...heute.. :-)

...heute.. :-) apple,2010.09.02, 18:50

Dino.. wird kein aufrege...

Dino.. wird kein aufregender Abend.. tr... apple,2010.09.02, 18:49

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liebe dino! ich war heute den ganzen tag... kassandra,2010.09.02, 16:48

Liebe Dino!

Habe Dir eine Nachricht in meinem Blog h... cat-angel,2010.09.02, 16:27

lass dir einen lieben Gru...

lass dir einen lieben Gruss da.. glg ap... apple,2010.09.02, 16:00

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und dieses Bücherfoto strahlt sowas... espresso1411,2010.09.02, 11:00

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Samstag, 21.08.2010, 11:52

Das Leben ist zu kurz,

um eine Fassade

aufrechtzuerhalten!

Margot Käßmann, Pastorin


Sonntag, 13.06.2010, 21:11

Leon ist keiner der gerne auf Feste geht. Große Einladungen sind ihm ein Gräuel. Händeschütteln und Smalltalk zählen nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Die für ihn maßlos übertriebene Herzlichkeit, die aufgesetzte Fröhlichkeit wollen ihm einfach nicht gelingen. Auch heute ist seine Freude eine verhaltene, obwohl der Grund des Festes ein für uns schöner, ein besonderer ist.
Der Bruder meines Vaters feiert seinen Achtziger.
Aus allen Himmelsrichtungen werden mehr als hundert Verwandte, Freunde, Mitarbeiter sich einfinden um ihn zu ehren, ihm ihre Wertschätzung, ihre Zuneigung entgegen zu bringen.
Ich will Einladungen genießen, Spaß haben, gute Laune verbreiten, Komplimente verschenken, geschenkt bekommen, meine schönsten Kleider ausführen, mich stylen, mich in meiner Haut wohl fühlen. Mit Menschen ins Gespräch kommen, mich für sie zu interessieren, auf sie zu gehen, sind mir ein Leichtes. Leon hat sich im Laufe der Jahre zum einsamen Wolf, zum "Schweiger" ,der Energie, Aufmerksamkeit und Zuneigung nicht leicht verschenken mag, entwickelt.
Um auch Leon das ungeliebte Feste feiern ein kleines bisschen zu versüßen, darf er Gast bei meinen Verschönerung Versuchen, an deren Anfang stets ein ausgedehntes, entspannendes Bad, bei leiser Musik steht, sein.

Mit geschlossenen Augen, die Arme ruhen auf dem Wannenrand, der Kopf findet weichen Platz und Halt auf einem, zur Rolle gefalteten Badetuch, genieße ich das warme, duftende Wasser. Angenehm umschmeichelt es meinen Körper. Die Enge der Wanne „zwingt“ zum Stillhalten, Schwerelos- Werden, verführt zum Träumen.
Meeresrauschen, Holzhaus mit, im Sonnenlicht blitzenden Glasfronten am weißen Sandstrand, eine mit Lachen gefüllte Sommerbrise, Drachensteigen, Zärtlichkeit, Liebkosungen, Küsse, Umarmungen, Begehren, Sonnenschirme, Eisverkäufer.

Sanft tauchen zwei Hände durch Schaumkronen, berühren flüchtig Knie und Beine, reflexartig wollen sie sich beugen um zu beschützen, was gar nicht beschützt werden mag.

"Lass es zu!"

Dunkel, verführerisch, süß wie Schokoladeeis, bestimmt, keinen Widerspruch duldend, wie eine die weiß was zu tun ist, ist sie, diese Stimme, die geradewegs aus dem Universum zu kommen scheint; Glückseligkeit versprechend.

Hände, die Zärtlichkeit verschenkend über meinen Körper gleiten, keine "Gegenleistung" erwarten, einzig meine Lust zum Ziel erkoren.

Hände, die mich glauben machen, mein Körper wäre makellos, begehrenswert, die Erfüllung ihrer geheimsten Sehnsüchte.

Hände, die der Melodie meines Atems folgen, verweilen, zärtlich, fordernd sich seinem Rhythmus unterwerfen, mich in ungeahnte Höhen mitnehmen.

Hände, die kaum meine Haut berühren und doch mein Verlangen finden.

Hände, die Einlass suchen, meinen Körper spannen lassen, mein Verlangen stillen.

„Aaaaaaaaaaamelie????????????“

Leon´s Kopf schiebt sich durch die nur einen Spalt geöffnete Badezimmertür.


Fortsetzung folgt


Donnerstag, 27.05.2010, 09:17

Der Crosstrainer ächzt leise unter jedem meiner Schritte. Noch friere ich. Die weit geöffneten Schiebetüren lassen die über Nacht abgekühlte, frische Luft ungehindert in den Wintergarten strömen. Trotz "motivationsfördender" Musik im Ohr, folgen meine Beine nur widerwillig, gewohnt lustlos den "Befehlen" des Laufprogrammes.
Der wolkenverhangene, düstere, abweisende Himmel ist nicht geneigt meine Stimmung aufzuhellen.
Ohne erfrischenden Schlaf droht die Nacht kein Ende nehmen zu wollen. Dieser unerquickliche Umstand zwingt mich frühmorgens, wenn noch kein Vogel fliegen mag, aus dem gemütlich warmen Bett auf mein ungemütliches Laufgerät. Mein Körper wehrt sich mit allen ihm zur verfügungstehenden Mitteln - Gänsehaut, Beine nicht heben wollen, Schmerzen jeglicher Art- gegen die morgentliche Bewegungstherapie. Dreißig missmutige Minuten lang, mindestens, leistet mein "Geist" Überzeugungsarbeit, verhindert er mit Versprechungen, antrainierten Tricks mein Wiederheruntersteigen. Erst wenn ich die feinen Rinnsale auf meinem Rücken spüre, das T-Shirt sich dunkel zu färben beginnt, die Haare mir auf der Stirn kleben, sind Geist und Körper einer Meinung, ziehen sie an einem Strang, verbünden sie sich, machen sie gemeinsame Sache, um Freude an der Bewegung und den Ehrgeiz, heute mehr Kilometer zu schaffen als die Tage zuvor, zu entwickeln.
Begleitet von Sonnenstrahlen, die den Weg endlich durch die Wolkendecke geschafft haben, fallen sie sanft, beinahe zärtlich zu Boden, nehmen Platz auf Blüten, Blättern und Gras, viele, viele Regentropfen. Regen und Sonnenschein als Paar vereint, lösen in mir kindliche Freude aus, lassen mich gleich besser "drauf" sein.
Schritt um Schritt laufe ich dem Tag entgegen. Der kaputte Auspuff, der damit verbundene Lärm verraten mir, dass unser Nachbar zur Arbeit fährt, dass es 6 Uhr sein muss.
Eine Viertelstunde noch bis Leon seinen Tag in Besitz nehmen wird. Die zufallende Schlafzimmertür, wenn er die Fenster öffnet, ensteht wegen der offenstehenden Terassentüren starke Zugluft, wird auch ihn "verraten", bevor er, schlaftrunken, sein Schlaf verursacht keine Bettflucht, mit verwurschtelten Haaren in den Wintergarten kommt, mich mit unterdrücktem Vorwurf fragen wird:

" Guten Morgen Amelie! Warum hast mich verlassen?Kannst wieder net schlafen? Wie weit willst noch laufen? Ich mach uns einen Kaffee."

Die Schlafzimmertür fällt geräuschvoll in ihr Schloss!

Der Alltag beginnt!

Ein paar Minuten noch. Die Bewegung in meinem Tempo hat mir gutgetan. Sie hat mich von den Sorgen der Nacht befreit, mir ein gutes Körpergefühl geschenkt, mir neue Kräfte verliehen.

Beim Schließen der Terassentüren fällt mir der schimmernde Regenbogen auf. Sicher steht er schon länger am Firmament.

Immer wenn ich einen Regenbogen sehe, fällt mir meine Großmutter ein:

" Der Regenbogen bringt Glück! Darfst nur nicht mit dem Finger auf ihn zeigen!"

Gott sei Dank waren meine Hände am Lauftrainer!


Dienstag, 18.05.2010, 14:57

Zäh wie Kaugummi dehnt sie sich, die Zeit, sie pickt, klebt, unmerklich nur bewegt sie sich, scheint auf der Stelle zu treten, aus der Uhr gefallen zu sein. Die Zeit im Dunkel unseres Schlafzimmers gerät mir zum angsteinflößendem Gefängnis, wenn ich ohne dich im großen Bett meine Nachtruhe nicht und nicht zu finden imstande bin.

Ohne dich fehlt etwas!

Weil dein tiefer Atem mich nicht, wie sonst ruhig werden lässt,

weil deine verschlafene Stimme mich nicht, wie sonst besorgt umfängt, wenn ich mich zum xten Mal abdecke, zudecke, abdecke....,

weil mich deine Arme nicht, wie sonst zu sich ziehen um mich in den Schlaf zu wiegen,

weil deine beruhigenden Worte, noch nicht vollständig ausgesprochen, dich wieder einschlafen lassen, mich nicht, wie sonst zum Lachen bringen, meinen Schlaf zurückholen.

Weil du das fehlende Stück in meinem Lebenspuzzle bist.


Donnerstag, 22.04.2010, 17:23

Es ist Donnerstag.
Unsere Donnerstagnachmittage samt Abenden sind seit Jahrzehnten in Leon´s Besitz.
Jeden Donnerstag, entschuldigt werden nur Krankheit, Termine im Job, Urlaube mit der Familie, treffen sich die vier Freunde zum Sport. Im Winter spielen sie Tennis in der Halle, mit Beginn der Freiluftsaison wechseln sie auf den Golfplatz. Das anschließende "Nachbesprechen" bei gutem Essen und einem noch besserem Glas Wein ist dabei wohl wichtiger als die körperliche Ertüchtigung.
Seit Wochen sind Leon´s sportliche Aktivitäten trotz Physiotherapie, Massagen, "Unbedingt- fit- sein-wollen" auf das "Beieinandersitzen" mit seinen Freunden beschränkt. Sehne und Rücken wollen sich nicht antreiben lassen, nehmen keine Rücksicht auf Ungeduld, ignorieren Leon´s Erpressungsversuche, ihr Heilungsprozess folgt mit angemessener Geschwindigkeit den eigenen Regeln. Leon´s Therapieeifer ist ungewöhnlich vehement, die Schmerzgrenze sensationell (für einen Mann ) hoch. Ausdauernd "übt" er, nach Anweisung der Therapeutin, morgens und abends. Dass ihn seine Freunde als Vierten im Doppel oder Flight vermissen, deren Spass ohne ihn auch ein geringerer ist, ist ihm größtmögliche Motivation. Der Freunde Beschwichtigungsversuche: Du hast alle Zeit der Welt, was nicht geht, geht halt nicht, dein "Ersatzmann" ist eh sympathisch ect., ect. sind längst als halbherzig enttarnt.
Dass Leon heute zum Golfen will, seine Golftasche gepackt hat, sehe ich bevor ich unser Zuhause betrete. Viele kleine Schmutzkügelchen, sie fallen von den Golfschuhen, wenn sie fest genug gegeneinander geschlagen werden, liegen verstreut vorm Eingang. Nein, kein Grund zum Ärgern, dieses Mal nicht. Im Vorzimmer stehen sie, stolz, in freudiger Erwartung, wie mir scheint, die Golfschläger, glänzend, weil gewaschen und auf Hochglanz poliert. Leon ist kein "fanatischer" Golfer, gehört nicht zu denen, die Golf als "Wissenschaft", als wichtig, als Lebenssinn erachten. Vielleicht auch, weil er zu den begabten Golfern zählt, die unaufgeregt, aufmerksam, entspannt, locker nur zu ihrer Freude, für ihren Spaß spielen. Dass er dafür sorgt, dass sein Sportwerkzeug sauber und ordentlich ist, dass er es sorgsam, liebevoll behandelt, versteht sich von selbst.

"Ich räum sie gleich weg! Saug nur schnell mein Bag aus."

Leon werkelt auf der Terasse, die Türen weit geöffnet, seine Lieblingsmusik tönt im Wohnzimmer. Leon, in Golfkleidung, Beige und Schwarz stehen ihm sehr gut, hält in der einen Hand sein Bag, in der anderen den Staubsauger.

"Eine Minute! "

Hell, freudig, aufgekratzt, agil, unternehmungslustig.....jung, wie sehr lange nicht, klingt seine Stimme. Sie allein verursacht einen Blitzstart meiner Schmetterlinge, aufgeregt flattern sie in meinem Bauch, fordern Raum und Aufmerksamkeit, Gänsehaut lässt meine feinsten Härchen wie Zinnsoldaten Haltung annehmen, wohlige Wärme breitet sich in meiner Brust aus, steigt bis in meine Wangen auf, färbt sie rot, ich spürs. Bin ich verrückt, verliebt? Mein Körper benimmt sich wie der eines verliebten Teenagers. Ich bin nicht vorbereitet auf diese Attacke! Bin ich verliebt in den Mann, den ich liebe? Begehre ich den Mann, dessen Körper mir kein Geheimnis ist, am hellichten Tag, ohne "besonderen" Anlass, "nur" weil seine Stimme klingt wie damals, als wir fast noch Kinder waren? Die Hitze in meinen Wangen hat sich den Weg in meine tieferen Regionen gesucht, veranlasst mich einen Blick auf meine Uhr zu werfen um zu sehen wieviel Zeit uns bleibt, bis Sohn Nr. 2 zum Essen kommt.


Freitag, 16.04.2010, 15:51

Kein Sonnenstrahl schafft es durch die Wolkendecke. Grau und dicht wölbt sie sich, beginnt eine undurchdringliche Mauer aufzubauen. Die Wassertropfen hängen viel zu schwer, beinahe bedrohlich, ihr Glitzern fehlt, an den jungen, zarten, verletzlichen Blatt- und Blütenspitzen. So ungestühm wie die Natur vor wenigen Tagen noch mit aller Kraft hervorbrechen wollte, so zurückhaltend, abwartend, verharrt sie jetzt in ihrer Position, in ihrem "Status quo".
Von den warmen Sonnenstrahlen gelockt, zum Sprießen und Blühen verführt, verweigert sie uns den nächsten "Entwicklungsschritt", gönnt uns die Freude an Grün und Blütenmeer nicht. Ihre Klugheit verhindert die "Effekthascherei". Allein für unser Wohlgefühl, für unsere Bewunderung will sie den endgültigen Durchbruch nicht wagen, zu groß wären die Gefahren für den ewig nährenden Kreislauf, den Garanten für Leben und Fortbestand. Für ihre Schönheit trägt sie kein Risiko. Wenn Nutzen auch Schönheit hervorbringt ist sie zufrieden, wenn nicht, auch.
Die Vögel, die mit dem Bau ihrer Kinderstuben nicht vorankommen wollen, weil das notwendige "Baumaterial" kalt, feucht und schwerer als notwendig scheint, fliegen nicht, weder in Bodennähe noch im Wolkenmeer. Ihr eifriges, hektisches Zwitschern ist wieder verstummt.

Die Natur hat eine Pause eingelegt, die "Füße" vom Gaspedal genommen, ihren Start als Fehlstart abgetan.

Uns bleibt nur zu hoffen, dass sie wieder tief einatmet um dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hat!

Und zwar baaaaaaaaaaaaaaaaald!!!!

bussis


Donnerstag, 08.04.2010, 10:38

Endlich kann ich mich wieder an ihn kuscheln, ohne dass das Gipsbein seinen Platz fordert, echte Nähe nicht zulassen will, weil es immer und in jeder Position Schmerzen verursacht, schwer und einfach störend ist.

Juuuuuuuuuhuuuuuuuuuuuuuuu!

Leon ist seinen Gips los. Nicht dass er jetzt Luftsprünge machen könnte. Nein, das nun wieder auch nicht!

Trotzdem!

Juuuuuuuuuhuuuuuuuuuuuuuuuu!

Leon ist wieder Leon!

Die Welt hat ihn wieder! Besser, er hat die Welt wieder!

7 Wochen lang, war sein Bewegungsradius nicht größer als der eines kleinen Kindes. Er war abhängig von Fürsorge, Rücksichtnahme, Schmerzmitteln, Verzicht und gutem Willen.

Das Gipsbein wollte eine eigenartige Fremdheit zwischen uns wachsen lassen. Wohl wie zwischen Patient und Pflegerin.

Juuuuuuuuuuuuuuhuuuuuuuuuuuuuuu!

Ab sofort sind wir wieder teamfähig.

Ab sofort dürfen wir wieder ein Liebespaar mit all seinen Fehlern, Launen, Bedürfnissen sein.

Ich darf wieder egoistisch sein!

Leon ist nicht mehr abhängig von meiner Liebe.

Er darf mich lieben....oder auch nicht, ganz wie ihm beliebt!

bussis